Zu diesem Buch:
Ein Frauenleben im 20ten Jahrhundert - das ist "GERDA". 1914 geboren, findet sie ihren Weg durch viele Wirrnisse ihrer Zeit. Heute lebt sie 90-jährig in einem Seniorenheim, lebt am Rande des Vergessens; die Alzheimersche Krankheit rafft Schritt um Schritt ihre Erinnerungen hinweg.
Was bleibt, wenn ein Gedächtnis versagt? Was bleibt von einem Menschen? Wir, die wir uns erinnern, weil wir teilhatten an jenem Leben, mischen auch unsere Erfahrungen ein, geben Erzähltes auch dann noch aus unserer Perspektive wieder, wenn wir objektiv zu sein versuchen. Immer sind wir mehr als nur die Berichterstatter.
Gerd de Bruyn-Ouboter, Jahrgang 1935, lebt heute in Neuberg. Und das beschäftigte ihn während des Schreibens: Was können wir selbst erinnern? Wieviel müssen wir vergessen, um frei leben zu können! Die Niederschrift des manchmal sehr Privaten forderte auf zu erneutem Nachdenken über das Erinnern und das Vergessen.